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Doppeltes Jubiläum: 35 Jahre VVS und 20 Jahre Vollintegration der regionalen Busunternehmen

23.09.2013

Hier gehts zum YouTube Making-Off-Video des Busshooting in Zeitraffer

Vor 35 Jahren ist der VVS-Gemeinschaftstarif im Verbundgebiet eingeführt worden. Mit einem einzigen Ticket können die Fahrgäste seit 1. Oktober 1978 die Busse und Bahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), die S-Bahnen und Nahverkehrszüge der damaligen Bundesbahn sowie die meisten der Bahnbusse, wie sie damals noch hießen, nutzen. Der VVS war damit einer der ersten Verkehrsverbünde in Deutschland. Die volle Verbundwirkung („Nahverkehr aus einem Guss“) brachte aber erst die Einführung der Verbundstufe II vor 20 Jahren, als auch die regionalen Busunternehmen in den VVS-Tarif integriert wurden. Seit dem 1. Oktober 1993 gilt der VVS-Tarif in allen Bahnen und Bussen der fast 40 Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums zur Vollintegration haben sich am Dienstag Vertreter von Verkehrsunternehmen, Finanzierungs- und Aufgabenträgern, und Partnern des VVS zu einem „Fotoshooting“ mit rund 30 Bussen im Innenhof des Ludwigsburger Schlosses getroffen. OVK-Geschäftsführer Eberhard Dannenmann aus Kirchheim-Teck, Unternehmer der ersten Stunde, erinnert sich noch gut daran, wie alles angefangen hat. „Damals waren die Busunternehmen überwiegend mittelständisch geprägt und weitgehend ohne öffentliche Zuschüsse unterwegs, zum Teil auch in Konkurrenz untereinander.“ Durch die vollwertige Mitgliedschaft im Verbund sind die Unternehmer zusammengerückt und haben gemeinsam am Angebot für die Fahrgäste gearbeitet. „Wir blicken in unserer gemeinsamen Zeit mit den Landkreisen und dem VVS auf rund 150 Verkehrsverbesserungen zurück und können auf das Geleistete auch ein wenig stolz sein“, sagte Dannenmann.

Beim Empfang würdigte Ludwigsburgs Landrat Dr. Rainer Haas das gute Miteinander innerhalb der VVS-Familie: „Der unbestreitbare Erfolg des ÖPNV wäre ohne die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen nicht möglich gewesen. Natürlich gab es wie in jeder guten Ehe ‚Aufs und Abs’ –jeder muss schließlich seine Rolle spielen. Wir Verbundlandkreise haben den festen Willen, die bewährte Zusammenarbeit mit den Unternehmen fortzusetzen und den erfolgreichen Weg gemeinsam weiter zu gehen. Dass der ÖPNV im VVS-Gebiet – trotz vereinzelt anderslautender Stimmen – aus einer Hand passgenau auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abgestimmt ist, freut mich besonders.“

Die Gründung des VVS mit seiner „ersten“ Verbundstufe und der Einweihung der ersten S-Bahn in Baden-Württemberg war im Jahr 1978 für den öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg ein großer Schritt nach vorn. Ab 1982 galt dann der „Übergangstarif“ als Vorstufe zur tariflichen Vollintegration der Busse in den Landkreisen. Schüler und Berufstätige konnten mit ihrer Zeitkarte alle Bahnen und Busse der rund 40 Verkehrsunternehmen in der Region nutzen. Zum 1. August 1990 wurden der Stadtverkehr in Leonberg ,1992 die END-Verkehre vorab in den VVS-Gemeinschaftstarif integriert. Die Arbeiten für die volle tarifliche Einbeziehung der Busverkehre in den VVS dauerten fast drei Jahre (1990 bis 1993). Die umfangreichen Verbundverträge wurden am 24. September 1993 in Anwesenheit des damaligen Verkehrsministers Hermann Schaufler unterzeichnet, bevor am 1. Oktober 1993 endlich auch die Fahrgäste in den Verbundlandkreisen in den Genuss eines einheitlichen Fahrscheins kamen.

„Durch die Bündelung der gemeinsamen Interessen im Mischverbund, gelang es in den letzten 20 Jahren, das Verkehrsangebot für die Fahrgäste deutlich auszubauen, das Tarifangebot für viele Nutzergruppen attraktiver zu gestalten und nicht zuletzt den Anteil des umweltfreundlichen Verkehrs am Gesamtverkehr zu steigern“, sagte VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger im Rahmen der Jubiläumsfeier. Sicherlich seien nicht alle Wünsche der Beteiligten in Erfüllung gegangen, eine ausreichende, nachhaltige Finanzierung des ÖPNV stehe z.B. ebenso noch auf der Tagesordnung wie die rechtssichere Vergabe von Verkehrsleistungen. „Aber die Gründungsväter des VVS können heute mit Genugtuung auf ihr Werk schauen“, sagte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler nicht ohne Stolz.

Der VVS gilt heute als einer der erfolgreichsten und leistungsfähigsten Verbünde in Deutschland. Seit seiner Gründung vor 35 Jahren als vierter Verbund in Deutschland nach Hamburg, München und Hannover haben sich die Fahrgastzahlen nahezu verdoppelt. Im letzten Jahr sind rund 338 Millionen Fahrten innerhalb des Verbundgebiets unternommen worden. 2013 sind die Fahrgastzahlen weiter gestiegen. Der VVS hat sich mit seinen Partnern zum Ziel gesetzt, auch in den nächsten Jahrzehnten die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in der Region sicherzustellen.

Quelle: VVS

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